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Das Haus wurde in einjähriger Planungs- und Bauzeit
für eine vierköpfige Familie erstellt.
Meine Bauherren wünschten sich ein äußerlich schlichtes Haus in
münsterländischer Backsteinarchitektur. Auf der Wunschliste für
das Innere standen unter anderem eine einläufige Treppe ohne Wendlung,
eine Wohnküche, ein großzügiges Bad und zwei Kinderzimmer mit Spielgalerien.
Als Bonbon sollte eine über beide Geschosse reichende , wintergartenähnliche
Verglasung den Blick in die Landschaft der Baumberge unterstreichen.
Ich habe versucht, all diese Wünsche in einem einfachen, archaischen
Baukörper mit guten Proportionen zusammenzufassen. Mein Vorschlag,
dem Haus anstelle der üblichen, meist indifferenten Vorgartensituation
einen nutzbaren Gartenhof vorzulagern, wurde von den Bauherren mit
Begeisterung angenommen. Dieser von Carport, Garage und Schnitthecke
gerahmte Hof wird heute durch seine Lage in Verbindung zur Wohnküche
gerne genutzt. Es ist dort eine Zone entstanden, die dem Haus sowohl
einen einladenden Charakter gibt, als auch zur Privatheit der Innenräume
vermittelt.
Wichtig ist es für mich auch, das sich das Innere eines Hauses räumlich
gut zoniert und mit klaren Charakteristiken präsentiert. So steht
beispielsweise der klar begrenzte, langgestreckte Raum der Wohnküche
dem freien Raumfluß des Wohnbereichs gegenüber. Unterschiedliche
Bodenbeläge, Holz für die Wohnküche, Granit für die „Wohnlandschaft“,
unterstreichen diese Verschiedenheiten. Im Obergeschoß geht der
Galerieraum bis in die Dachspitze durch, so daß der Baukörper „Haus“
an dieser Stelle auch einmal als Innenraum in seiner vollen Größe
erlebbar wird.
Ich denke, daß meine planerischen Überlegungen zu einer Atmosphäre
beitragen, die als „Qualität auf den zweiten Blick“ erkannt wird.
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