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Gudrun und Herbert Sobiech erhofften, durch die
Renovierung eine unaufdringliche, aber doch edle Atmosphäre für
das kleine Bad im Erdgeschoß ihres Hauses zu schaffen.
Von Anfang an war klar, das zahllose Besuche in Sanitärstudios
und langwieriges Studium von Produktkatalogen ein individuelles
Gestaltungskonzept nicht ersetzen können. Allzu groß wäre die
Gefahr, in modische Klischees abzugleiten, deren man nach kurzer
Zeit überdrüssig sein würde. Fraglich war auch, ob der kleine Raum
Platz genug für ein komplettes Duschbad bieten würde, ohne zugestellt
zu wirken.
Ich habe vorgeschlagen, das gestalterische Problem durch eine fast
japanisch-karg anmutende Geste zu lösen:
Eine Stehle aus schwarzen Marmor bildet zusammen mit dem Waschtisch
aus satiniertem Glas den Blickfang des renovierten Gästebads. Großzügige
Verspiegelungen über Eck weiteten dabei zusätzlich den Raum. Notwendige
Ablageflächen integriere ich hierbei unauffällig in die Raumarchitektur,
so zum Beispiel als Handtuchablage genutzte Aussparungen in der Stehle
oder ein Wandvorsprung für Kosmetikutensilien.
Ich bin der Auffassung, das sich die Investition in ein klares
Gestaltungskonzept gelohnt hat und freue mich über den Mut meiner
Bauherren zur konsequenten Umsetzung dieser ungewöhnlichen Konzeption.
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