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Badrenovierung Haus Sobiech, Schwerte

Gudrun und Herbert Sobiech erhofften, durch die Renovierung eine unaufdringliche, aber doch edle Atmosphäre für das kleine Bad im Erdgeschoß ihres Hauses zu schaffen.

Von Anfang an war klar, das zahllose Besuche in Sanitärstudios und langwieriges Studium von Produktkatalogen ein individuelles Gestaltungskonzept nicht ersetzen können. Allzu groß wäre die Gefahr, in modische Klischees abzugleiten, deren man nach kurzer Zeit überdrüssig sein würde. Fraglich war auch, ob der kleine Raum Platz genug für ein komplettes Duschbad bieten würde, ohne zugestellt zu wirken.

Ich habe vorgeschlagen, das gestalterische Problem durch eine fast japanisch-karg anmutende Geste zu lösen:
Eine Stehle aus schwarzen Marmor bildet zusammen mit dem Waschtisch aus satiniertem Glas den Blickfang des renovierten Gästebads. Großzügige Verspiegelungen über Eck weiteten dabei zusätzlich den Raum. Notwendige Ablageflächen integriere ich hierbei unauffällig in die Raumarchitektur, so zum Beispiel als Handtuchablage genutzte Aussparungen in der Stehle oder ein Wandvorsprung für Kosmetikutensilien.

Ich bin der Auffassung, das sich die Investition in ein klares Gestaltungskonzept gelohnt hat und freue mich über den Mut meiner Bauherren zur konsequenten Umsetzung dieser ungewöhnlichen Konzeption.



 

Nach Renovierung:
Eine Stele aus „Nero Marquina“ zoniert den kleinen Raum. Sie ist als „Waschbrunnen“ konzipiert und übernimmt die Funktion einer Duschtrennwand. Der schwarze Marmor wurde nicht, wie üblich, hochglanzpoliert, sondern mit einer kristallin-matten Oberfläche eingebaut. Weiße Wände und ein in den Boden versenkter Ablauf unterstreichen den minimalistischen Entwurfsgedanken.


Vorher:
In dem typischen Altbaubad der 30er Jahre drängen sich WC, Waschtisch und Badewanne auf viel zu engem Raum

 

Bauherren:

Gudrun + Herbert Sobich
Freiherr-Vom-Stein-Str. 5
58239 Schwerte
tel: 02304 - 22476

 
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